Frau im Schulungsraum

Was bieten die Volkshochschulen an?

Die Volkshochschulen sind mit jährlich

  • rund 700.000 Teilnehmenden in
  • 63.000 Kursen und Veranstaltungen,
  • die über 2 Millionen Unterrichtsstunden umfassen,
  • der größte Anbieter öffentlicher Weiterbildung im Lande Niedersachsen.

Mit ihren rund

  • 360 Haupt- und Außenstellen sind sie nahezu flächendeckend präsent und stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen.
  • In den Volkshochschulen arbeiten ca. 1.500 hauptberufliche MitarbeiterInnen aus Pädagogik, Verwaltung und Organisation.
  • Über 20.000 Männer und Frauen arbeiten neben- oder freiberuflich als Lehrkräfte und Dozenten in den Volkshochschulen.

 

Familie mit Kind

Lernen können alle – ein Leben lang

Kindern wird eine natürliche Lernfähigkeit, geradezu eine Neugier zugeschrieben, sich die Welt anzueignen. Heute weiß man, dass auch Erwachsene ein Leben lang in einem hohen Maße lernfähig bleiben. Sie lernen dann am besten, wenn sie sich selbst vertrauen, inhaltliche Interessen pflegen, sich immer wieder anregen und neu motivieren lassen. Erwachsene können im Laufe ihres Lebens sogar immer besser lernen, da sie Lernerfahrungen sammeln, geeignete Lerntechniken beherrschen und ihr Lernen immer erfolgreicher selbst zu organisieren wissen.

Lernen ist immer die Begegnung mit und die Verarbeitung von etwas Neuem, Nicht-Vertrautem und Ungewohntem. Das Lernen verlangt Sich-Öffnen, Sich-Auseinander-Setzen, etwas In-Beziehung-Setzen. Lernen ist aktives Selber-Tun und erfordert Veränderungsbereitschaft.

Sich all dessen bewusst zu werden, lässt die Chancen für ein erfolgreiches Lernen steigen.

 

Gruppe beim gemeinsamen Lernen

Organisiertes Lernen in der Gruppe

Das organisierte Lernen in Gruppen ist die in der Volkshochschule übliche Form des Lernens. Die Teilnehmenden in einer Lerngruppe bringen unterschiedliche Lebensgeschichten und -lebenswelten, Erfahrungen, Kenntnisse und Ansichten mit. Dies kann für das Lernen anregend und bereichernd sein:

  • Wer sich aktiv am Gruppengeschehen beteiligt, kann lernen zu argumentieren, zu diskutieren und sein  Wissen verständlich und strukturiert vorzutragen. Das eigene Wissen wird überprüft, ergänzt oder  verändert und dabei gefestigt.
  • Gruppen bieten die Möglichkeit zum sozialen Lernen. Dies führt zu einer toleranten Haltung gegenüber  den Standpunkten anderer und zur Klärung von Missverständnissen und Konflikten.
  • Eine Gruppe kann die Lernmotivation und das manchmal doch erforderliche Durchhaltevermögen steigern.

 

Mann vor Tafel

Lernanlässe – Lernkompetenzen

Für ein erfolgreiches Lernen ist es hilfreich, sich die Motive, die Anlässe und die Interessen, die sich mit dem Lernen verknüpfen, vor Augen zu führen: "Wo stehe ich? Was möchte ich erreichen?"

Die eigene Interessenlage zu klären trägt auch dazu bei, die Ziele und Inhalte des Lernens präziser zu fassen.

Lernkompetenz, das "Lernen Lernen", besser: das "Lernen Können" wird in der Diskussion um das Lebenslange Lernen als eine der Schlüsselkompetenzen beschrieben. Dazu gehören Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen, die ihrerseits erlernbar sind.

"Lernen Können" ist die Fähigkeit, einen Lernprozess zu beginnen und weiterzuführen. Zur Lernkompetenz gehört auch ausdrücklich die Bereitschaft, Beratung, ja anfangs sogar Anleitung zu suchen und in Anspruch zu nehmen, wie sie insbesondere von den Volkshochschulen vorgehalten werden.

Mann vor Tafel

Tipps für Lernende

  • Fragen Sie sich, in welchen Situationen und zu welchen Inhalten Sie in der Vergangenheit am leichtesten gelernt haben!
  • Überlegen Sie, wodurch Sie sich einen Lernstoff am wirksamsten einprägen konnten: durch Lesen, Zuhören, Sehen, durch Gliedern und Aufschreiben, durch eigenes Tun und Erklären, in der Diskussion mit anderen – oder in welcher Kombination?
  • Welcher Rhythmus kommt Ihnen entgegen, das Lernen in kleinen Zeiteinheiten oder an einem Stück, am Tage, am Abend, am Wochenende oder in einer Bildungswoche (Bildungsurlaub)?
  • Wie lässt sich Ihr Lernvorhaben in Ihre privaten und beruflichen Lebensumstände am besten einpassen? Erhalten Sie Unterstützung durch Personen in Ihrer Umgebung?
  • Überlegen Sie sich eine Planung Ihrer Lernschritte, die Bedeutsamkeit der Lerngegenstände, die Reihenfolge der Stoffverarbeitung!
  • Sorgen Sie dafür, dass unterstützende Literatur, Nachschlagewerke und elektronische Informationsmedien zur Hand sind! Fragen Sie sich selbstkritisch, ob Sie die zur effektiven Nutzung solcher Quellen erforderlichen Arbeitstechniken beherrschen!
  • Findet eine Einführung in solche Arbeitstechniken statt, so nutzen Sie dieses Angebot!
  • Überprüfen Sie während des Lernprozesses, ob Sie den Lernstoff verstanden haben! Wiederholen Sie zur eigenen Vergewisserung einzelne Lernschritte oder stellen Sie sich zusätzliche Aufgaben! Das hilft, etwaige Lernschwierigkeiten zu erkennen, zu überwinden und dadurch Lernfrust zu vermeiden.
  • Scheuen Sie sich nicht, bei Verständnisproblemen nachzufragen! 
  • Nehmen Sie jede Gelegenheit wahr, Ihre Lernergebnisse im Dialog mit anderen zu überprüfen und zu festigen!